Der Rauhaardackel
Rauhaardackel: der robuste Sturkopf
Der Rauhaardackel (oder Rauhaarteckel) ist ein selbstbewusster und mutiger kleiner Kerl, der sowohl als Begleit- als auch als Jagdhund gezüchtet wird. Hier erfährst Du was den rauhaarigen Dachshund ausmacht und was Du als Halter beachten solltest.
Ein älterer Rauhaardackel.
Rauhaardackel auf der Wiese.
Rauhaardackel mit Dackelblick.
Wie sieht der Rauhaardackel aus?
Wie sein Name schon sagt unterscheidet sich der Rauhaardackel von den anderen Dackelarten durch seine raue Fellstruktur. Er hat kurzes drahtiges Fell, bestehend aus Unter- und Oberwolle. Nur an den Augenbrauen, an den Läufen und am Bart hat er längeres und buschiges Haar. Dies gibt ihm sein pfiffiges Aussehen.
Sein Fell ist niemals einfarbig. Es kann Schwarz, Grau, Braun und Beige in verschiedenen Helligkeiten enthalten. Den Rauhaardackel gibt es wie auch bei den Langhaar- und Kurzhaardackeln in drei Größen: Standarddackel, Zwergdackel und Kaninchendackel.
Wie ist der Charakter des Rauhaardackels?
Der Rauhaardackel wird entweder als Begleit- oder als Jagdhund gezüchtet. Auch heute wird er noch gerne zur Jagd mitgenommen, da seine gute Nase ausgezeichnet zum Aufspüren von verletztem Wild geeignet ist. Auch sind seine selbständig handelnde Art, sein Selbstbewusstsein und sein Mut hilfreich bei der Jagd. Bei seiner Züchtung wurden Kreuzungen mit Terriern vorgenommen, was seinem Wesen eine noch jagdfreudigere und mutigere Art verlieh. Der Rauhaardackel ist ein aktiver, flinker und schlauer Hund, der viel Spaß an Beschäftigung hat. Sein selbstbewusstes Wesen bewirkt allerdings, dass er weder ängstlich noch unterwürfig ist und so oft als stur und eigensinnig beschrieben wird. Rauhaardackel werden oft als robust bezeichnet, was sich sowohl auf seine mutige und selbstbewusste Art als auch auf seine gute Gesundheit zurückzuführen lässt.
Obwohl der Rauhaardackel kein Schoßhund ist, ist er jedoch auch als Begleithund beliebt. Er ist freundlich, ausgeglichen und nicht aggressiv. Er lässt sich gut erziehen und führen, wenn man im Welpenalter mit der Ausbildung beginnt. Hier ist eine konsequente und geduldige Erziehung durch den Halter gefragt. Aber so kann sich nach und nach eine starke und treue Bindung zwischen Dackel und Herrchen aufbauen.
Ist der Rauhaardackel ein Familienhund?
Bei der Haltung von einem Rauhaardackel in einer Familie und/oder in einem Haushalt mit weiteren Haustieren ist eine frühe Sozialisierung wichtig. Am besten wächst der Dackel bereits im Welpen-Alter in diesem Umfeld auf und erfährt von Anfang an eine konsequente Erziehung. Dann ist das Zusammenleben in der Familie kein Problem und er entpuppt sich als liebenswertes Haustier mit starker Bindung zu seinen Herrchen. Problematisch kann es aufgrund seines Jagdtriebes allerdings werden, wenn der Rauhaardackel nachträglich mit weiteren Haustieren konfrontiert wird. Dann kann seine mutige Sturköpfigkeit zum Vorschein kommen.
Was muss bei der Haltung eines Rauhaardackels beachtet werden?
An die Haltung stellt der Rauhaardackel keine besonderen Ansprüche. Treppensteigen sollte dem kleinen Tier nicht regelmäßig zugemutet werden. Ansonsten fühlt er sich aber sowohl in einer Stadtwohnung, als auch in einem Haus mit Garten wohl. Wobei er ein naturliebender Zeitgenosse ist und das Buddeln liebt. Ein regelmäßiger täglicher Auslauf an der frischen Luft ist natürlich ein Muss. Dabei zeigt er viel Ausdauer und kann problemlos bei einer Joggingrunde mithalten. Auch sonst kann man den Rauhaardackel überall mit hinnehmen, denn er weiß sich in der Öffentlichkeit zu benehmen.
Ein müder Rauhaardackel.
Rauhaardackel mit süßem Dackelblick.