WESEN
Sein selbstbewusstes und mutiges Wesen brachte dem Dackel im Mittelalter große Beliebtheit. Warum er bis heute so beliebt ist und was seinen unverwechselbaren Charakter ausmacht, erfährst Du im nachfolgenden Text.
Wie ist der Charakter des Dackels?
Der Dackel wird entweder als Begleit- oder als Jagdhund gezüchtet. Auch heute wird er noch gerne zur Jagd mitgenommen, da seine gute Nase ausgezeichnet zum Aufspüren von verletztem Wild geeignet ist. Auch ist seine selbständig handelnde Art, sein Selbstbewusstsein und sein Mut hilfreich bei der Jagd. Zum Beispiel nehmen sie trotz ihrer Größe Tiere auf, die viel größer sind als sie selbst. Bei seiner Züchtung wurden Kreuzungen mit Terriern vorgenommen, was seinem Wesen eine noch jagdfreudigere und mutigere Art verlieh. Sein selbständiges Wesen war früher wichtig für die Dachsjagd, da der Dackel dabei auf sich allein gestellt war und in der Lage sein musste auch ohne die Anweisung seines Menschen, mutig und tapfer seiner Aufgabe nachzugehen. Insbesondere können Dackel bestens in die schmalen Dachs-, Fuchs- und Kaninchenbauten kriechen. Daher ist es auch keine Überraschung, dass Dackel sehr gerne graben. Der Dackel ist ein aktiver, flinker und schlauer Hund, der viel Spaß an Beschäftigung hat. Sein selbstbewusstes Wesen bewirkt allerdings, dass er weder ängstlich noch unterwürfig ist und so oft als stur und eigensinnig beschrieben wird. Dackel werden oft als robust bezeichnet, was sich sowohl auf ihre mutige und selbstbewusste Art als auch auf ihre gute Gesundheit zurückzuführen lässt.
Obwohl der Dackel kein Schoßhund ist, ist er jedoch auch als Begleithund beliebt. Er ist freundlich, ausgeglichen und nicht aggressiv. Er lässt sich gut erziehen und führen, wenn man im Welpenalter mit der Ausbildung beginnt. Hier ist eine konsequente und geduldige Erziehung des Halters gefragt. Aber so kann sich nach und nach eine starke und treue Bindung zwischen Dackel und Herrchen aufbauen. Er ist geeignet für Menschen, die einem Dackel die notwendige konsequente Führung und Beschäftigung bieten können.
Ist ein Dackel anhänglich?
Viele Dackelbesitzer schätzen die Selbstständigkeit dieser kleinen Hunde. Ob er deshalb aber auch weniger intensiv an seinen Menschen gebunden ist, entscheidet sich aber immer in der Erziehung und Sozialisierung als Welpe. Einige Dackelzüchter sagen, dass es Persönlichkeitsunterschiede zwischen den verschiedenen Sorten der Rasse gibt. Zum Beispiel gilt der Langhaardackel als viel ruhiger und anhänglicher als der Kurzhaardackel. Der Rauhaardackel gilt dagegen als besonders aufgeschlossen und robust.
Ist der Dackel ein Familienhund?
Bei der Haltung von einem Dackel in einer Familie und/oder in einem Haushalt mit weiteren Haustieren ist eine frühe Sozialisierung wichtig. Am besten wächst der Dackel bereits im Welpen-Alter in diesem Umfeld auf und erfährt von Anfang an eine konsequente Erziehung. Dann ist das Zusammenleben in der Familie kein Problem und er entpuppt sich als liebenswertes Haustier mit starker Bindung zu seinen Herrchen. Alle Dackelsorten sind sehr verschmuste und verspielte Familienhunde. Sie sind treue Begleiter und gute Wachhunde. Sie sind Kindern sehr aufgeschlossen gegenüber, solange sie von ihnen gut behandelt werden. Problematisch kann es aufgrund seines Jagdtriebes allerdings werden, wenn der Dackel nachträglich mit weiteren Haustieren konfrontiert wird. Dann kann seine mutige Sturköpfigkeit zum Vorschein kommen.
Was muss bei der Haltung eines Dackels beachtet werden?
An die Haltung stellt der Dackel keine besonderen Ansprüche. Treppensteigen sollte dem kleinen Tier nicht regelmäßig zugemutet werden. Ansonsten fühlt er sich aber sowohl in einer Stadtwohnung, als auch in einem Haus mit Garten wohl. Wobei er ein naturliebender Zeitgenosse ist und das Buddeln liebt. Ein regelmäßiger täglicher Auslauf an der frischen Luft ist natürlich ein Muss. Dabei zeigt er viel Ausdauer und kann problemlos bei einer Joggingrunde mithalten. Auch sonst kann man den Dackel überall mit hinnehmen, denn er weiß sich in der Öffentlichkeit zu benehmen.